Der Bayerische MinisterpräsidentEdmund Stoiber

Grußwort zum Jubiläumsbuch
"Als die Eisenbahn in unsere Heimat kam"

150 Jahre Maximiliansbahn zwischen Isar und Inn Holzkirchen,
26. Mai 2007

Meinen herzlichen Gruß an die Leser dieser Festschrift!

Wenn wir heuer die Maximiliansbahn von München nach Rosenheim feiern, würdigen wir ein Ereignis, das vor allem nostalgisch wirkt: Behäbige Lokomotiven, die pittoreske Dampfwolken ausstoßen, erscheinen auf den ersten Blick so romantisch wie Postkutschen.

Was für ein Missverständnis! Heute stehen zwar diese Schienenrösser im Deutschen Museum, damals aber waren sie Hightech. Ihren Zeitgenossen haben sie den Atem geraubt und vorübergehend allerlei „Ängste“ ausgelöst: Wie solle denn der Mensch so ein Höllentempo von zwanzig Stundenkilometern aushalten, alles käme durcheinander und den Kühen würde die Milch sauer.

Die Maximiliansbahn war eine Revolution – und es spricht für die Weitsicht des Königs, seiner Minister und seiner Ingenieure, dass sie diese Revolution vorangetrieben haben. Sie haben damals nicht nur Züge in Gang gesetzt, sondern einen Prozess, der Bayern die Moderne eröffnet hat. So blicken wir einer Zukunft entgegen, in der wir gute Chancen haben, über die Trasse der alten Maximiliansbahn zum künftigen Brennerbasis-Tunnel und weiter bis Sizilien fahren zu können – und das wird keine 150 Jahre mehr dauern.

Deshalb ist das Jubiläum der Maximiliansbahn eben nicht nur ein schönes Fest für Eisenbahnfreunde, sondern eine Botschaft an uns alle: Feiern wir das Alte und wagen wir das Neue!

gez.
Dr. Edmund Stoiber




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